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Galingiausios energetinės įmonės būstinėje dirba ir lietuviai

EON  būstinė - Düsseldorf. Koncerne dirba 78 000 darbuotojų. apyvarta - apie 50 mlrd. eurų.

Die Energiewirtschaft ist in Bewegung geraten — man muss nur einmal den Wirtschaftsteil einer Zeitung aufschlagen. Europas größter Energiekonzern E.ON mischt dabei ganz vorne mit. Asta Mustapic, 28, die in Kassel Wirtschaftswissenschaften studierte, ist letztes Jahr als Controlling-Trainee bei E.ON Ruhrgas, der Gas-Tochter des Düsseldorfer Unternehmens, eingestiegen.

E.ON

Als Controlling-Trainee

beim Energiekonzern

Die Energiewirtschaft zählt nicht gerade zu den Branchen, die bei Absolventen Begeisterungsstürme auslösen. Als Teilnehmerin des Graduate Program von E.ON, die gerade die Hälfte ihrer Trainee-Ausbildung hinter sich hat, habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass sie nicht nur eine ausgesprochene Zukunftsbranche, sondern auch eine faszinierende Welt mit großem Karrierepotenzial ist.

Wer sich bei der Wahl seines Arbeitgebers von Vorurteilen leiten lässt, könnte also eine außergewöhnliche Berufschance verpassen.

Doch beginnen wir von vorn. Als gebürtige Litauerin musste ich mich schon früh in der neuen globalisierten Welt zurechtfinden. Als ich Mitte der neunziger Jahre mit dem Fremdsprachenstudium in meiner Heimat begann, veränderte sich die Welt um mich herum auf dramatische Weise.

Die alte kommunistische Planwirtschaft war verschwunden, überall entstanden neue, noch unbekannte Strukturen, und man versuchte, sich den veränderten Gegebenheiten anzupassen.

An den Universitäten herrschte regelrechte Aufbruchstimmung, die auch mich erfasste. Und so beschloss ich, nach Deutschland — genauer gesagt nach Kassel — zu gehen, um dort Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Meine Studienschwerpunkte waren marktorientierte Unternehmensführung und Controlling. Im Rahmen eines Austauschprogramms verbrachte ich außerdem ein Jahr an der University of Maryland.

Dann begann der Bewerbungsprozess. In Anbetracht meines bisherigen Lebensweges und meiner Ausbildung kam für mich nur ein international tätiges Unternehmen in Betracht, bei dem ich meine interkulturellen Stärken einsetzen konnte. Im Internet stieß ich auf eine Personalanzeige des Energiekonzerns E.ON, der unter dem Motto „Energien freisetzen — konzernweit” für sein Trainee-Programm warb.

1. Ich fühlte mich gleich angesprochen und schickte meine Bewerbungsunterlagen ab. Die Einladung zum Vorstellungsgespräch ließ nicht lange auf sich warten. Das Interview hinterließ einen bleibenden Eindruck bei mir, da es nicht schablonenhaft, sondern wie eine normale Unterhaltung geführt wurde.

2. Umso erfreuter war ich, als ich kurze Zeit später zum Assessment Center eingeladen wurde. Die erste Hürde im Bewerbungsprozess hatte ich also offensichtlich schon genommen.

Das AC war hart, aber fair. Nach einem anstrengenden Tag mit verschiedenen Einzel- und Gruppenübungen teilte man uns noch am Abend die Ergebnisse mit. Dazu gehörte auch ein ausführliches Feedback, wie man sich geschlagen hatte.

Interessant war vor allem, dass einen andere Menschen oft völlig anders einschätzen, als man sich selbst wahrnimmt. Was jedoch am wichtigsten war: Ich hatte auch die AC-Hürde genommen.

3. Im Mai vergangenen Jahres (2005) war es dann soweit: Ich stieg in das Graduate Program von E.ON ein, das kurz zuvor durch die Zusammenlegung verschiedener Trainee-Programme der Tochtergesellschaften entstanden war. Durch diese Bündelung soll der Führungsnachwuchs nun noch besser auf die Übernahme konzernweiter Aufgaben vorbereitet werden.

Das Graduate Program dauert 18 Monate und besteht aus

a. Training-on-the-job,

b. Projektarbeit

c. Teilnahme an Workshops.

Es gibt verschiedene Schwerpunkte, die jedoch auf Wunsch oder bei Bedarf ausgetauscht werden können, zum Beispiel Controlling, Rechnungswesen, Human Resources, Energiewirtschaft, Unternehmenskommunikation und Technik.

Das Graduate Program umfasst 4 Stationen, vondenen eine im Ausland stattfindet.

Bei der Wahl der Stationen hat man weitgehende Freiheit. Man sollte allerdings darauf achten, am Ende der Ausbildung ein stimmiges Kenntnis- und Leistungsprofil vorweisen zu können, das die Konzerneinheit, bei der man nach Abschluss des Programms gerne arbeiten möchte, überzeugt. Auf dem Weg durch die einzelnen Stationen wird der Trainee von einem Mentor und den jeweiligen Personal- und Fachabteilungen unterstützt.

a. Meine erste Station war das Beteiligungscontrolling der E.ON Ruhrgas in Essen. Bevor es richtig losging, gab es aber noch einen 3-tägigen Workshop in der Konzernzentrale in Düsseldorf, bei dem zentrale Fragen der Energiewirtschaft behandelt wurden.

Solche Workshops finden alle 4 Monate statt. Meist geht es um ressortübergreifende Themen wie interkulturelles Management oder Projektmanagement. Die Trainees, die ich dort treffe, kommen aus Deutschland, Großbritannien und Schweden.

Insgesamt 35 Trainees nehmen am Graduate Program teil — eine bunt gemischte Truppe mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten. Trotz der knapp bemessenen Zeit kann man sich jedesmal wichtige Kenntnisse aneignen und zudem viele nützliche Kontakte knüpfen.

b. Bei der Arbeit im Beteiligungscontrolling wurde ich dann mit den vielfältigen Kennzahlen der Energiewirtschaft konfrontiert. Da ich durch den einführenden Workshop einigermaßen auf diese neue Welt vorbereitet war, verlief der Einstieg jedoch ohne größere Probleme.

Eine meiner Aufgaben bestand darin, die Entwicklung der Unternehmensbeteiligungen von E.ON Ruhrgas zu analysieren, um dem Vorstand auf diese Weise Entscheidungshilfen zu liefern. Angesichts der vielen in- und ausländischen Beteiligungen und der Verschiedenartigkeit der nationalen Energiemärkte keine leichte Aufgabe, die mir aber sehr viel Freude machte.

c. Nach 4 Monaten im Beteiligungscontrolling war es dann soweit, mich neuen Aufgaben zuzuwenden und berufliche Erfahrung im Ausland zu sammeln. Da ich mich nicht recht zwischen den vielen internationalen Standorten entscheiden konnte, hörte ich auf den Rat meiner Kollegen und wechselte zu E.ON Hungária nach Budapest — ein Entschluss, den ich nicht bereuen sollte. Denn Budapest ist nicht nur eine schöne Stadt, es wurde auch eine sehr lehrreiche und angenehme Zeit.

Auch in Budapest wartete ein sehr nettes und hilfsbereites Controlling-Team auf mich, das mich zunächst über die Besonderheiten des nationalen Energiemarktes aufklärte. Während der einwöchigen Integrationsphase erfuhr ich außerdem alles Wesentliche über das Investmentportfolio von E.ON Hungária und den gerade ablaufenden Umstrukturierungsprozess im Unternehmen, von dem auch viele Mitarbeiter betroffen waren.

Wir verständigten uns auf Deutsch, Englisch und gelegentlich auch auf Russisch. Da man in Budapest ohne Ungarisch oftmals nicht sehr weit kommt, versuchte ich, mir einige Kenntnisse dieser ungewöhnlichen und nicht leicht zu lernenden Sprache anzueignen. Zu mehr als ein paar Höflichkeitsfloskeln und häufig benutzten Ausdrücken hat es jedoch nicht gereicht.

Nach einigen Wochen hielt mein ungarischer Betreuer die Zeit für gekommen, auch mein technisches Wissen zu erweitern. Ich wurde mit einem Benchmarking-Projekt betraut, das mir unter anderem Gelegenheit gab, verschiedene technische Abteilungen des Unternehmens zu besuchen und die dortigen Abläufe zu studieren und zu verstehen. Auf diese Weise wächst man als Trainee Schritt für Schritt in die umfassenden Aufgaben eines internationalen Energiekonzerns hinein.

d. Momentan bin ich in der Konzernzentrale in Düsseldorf tätig, wo ich die dritte Station meiner Trainee-Ausbildung, das Markt-Management, absolviere. Dort wird — in Zusammenarbeit mit den Konzerngesellschaften — die Wertschöpfungskette auf Verbesserungsmöglichkeiten hin abgeklopft. Ich befasse mich hauptsächlich mit der Bewertung konzernweiter Risiken.

e. Noch steht nicht fest, an welchem Standort und in welcher Konzerneinheit die ersten Absolventen des Graduate Program unterkommen werden. Doch bis zum Ende des Programms sind es ja noch 10 Monate. In dieser Zeit wird sich nicht nur unser fachliches Wissen weiter vertiefen, sondern auch unser Erfahrungshorizont nochmals beträchtlich erweitern.

Jetzt freue ich mich erst einmal auf den Rest des Trainee-Programms und die Aufgaben, die mich dabei erwarten. Im Übrigen bin ich ziemlich sicher, dass es in der Energiebranche auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten kein bisschen langweilig werden wird.

Ganz im Gegenteil. 

(c) WISU Nr. 2/2006,  WISU, Karriere,  2006 m. vasario mėn.

Rodyk draugams

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