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Gydytojai, streikai ir Vokietijos sveikatos sistema 2006 m.

Pastarosiomis dienomis per Vokietiją nuvilnys gydytojų streikai. Ar yra pagrindo streikuoti, apie tai rašo dienraštis Handelsblatt ir pateikia nemažai statistikos.

Gydytojo atlyginimas siekia nuo 1 600 iki 6 000 eurų/mėn.  atskaičius mokesčius. Vidurkis 3100 Euro.

30 000 medikų atlyginimas siekia nuo 1600 iki 2000 eurų (netto, atskaičius mokesčius);

Viduriniosios klasės - nuo 2 100 iki 3 500 (netto, atskaičius mokesčius),

Trečdalio visų gydytojų - nuo 3 600 iki 6 000 eurų. Pajamos brutto/metus siekia 82 000 und 85 000 Euro (atskaičius privačios praktikos išlaidas, sąnaudas, bet dar nesumokėjus jokių mokesčių),

Durchschnittlich 3100 Euro netto für einen Praxisarzt

Sinkende Einnahmen, viel Bürokratie und hohe Arbeitszeiten - mit ihren Protesten zielen die niedergelassenen Ärzte auf ihrer Ansicht nach unhaltbare Zustände. Krankenkassen und Politiker dagegen weisen viele dieser Klagen als Stimmungsmache zurück. Tatsächlich ist die Situation von Haus- und Fachärzten im Land unterschiedlich.

HB BERLIN. Mit scharfer Kritik an der Gesundheitspolitik der Bundesregierung haben die niedergelassenen Ärzte in Deutschland ihren dritten nationalen Aktionstag eröffnet. „Die Arbeitsbedingungen sind für uns untragbar geworden“, erklärte die Freie Ärzteschaft am Freitag in Berlin. Die Bundesärztekammer forderte eine Ende der Budgetierung und weniger Bürokratie im Gesundheitswesen. Zahlreiche Arztpraxen in Deutschland blieben geschlossen. Für den Nachmittag sind Demonstrationen in Berlin, Köln und Stuttgart geplant.



»  Infografik mit internationalem Vergleich des Einkommens der Hausärzte Krankenkassen und Politiker kritisierten den Streik teilweise scharf, sprachen von Stimmungsmache. Tatsächlich ist die Situation von Haus- und Fachärzten sowie in Ost- und Westdeutschland nach den Daten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Bundesregierung und der OECD sehr unterschiedlich. Insgesamt steigen die Arztzahlen seit Jahren an, weshalb sich die Honorarzuwächse auf mehr Köpfe verteilen.

Nach Abzug der Praxiskosten, aber vor Steuern und Altersvorsorge verdient ein Arzt in Westdeutschland verschiedenen Berechnungen zufolge durchschnittlich zwischen 82 000 und 85 000 Euro, im Osten sinkt das Ergebnis um einen vierstelligen Betrag. Zum Bruttoeinkommen kommen vor allem im Westen Einnahmen von Privatpatienten. Beispielsweise Internisten im Westen verdienen weit mehr als Hausärzte in den neuen Ländern. Insgesamt stiegen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für ärztliche Behandlung 2005 um ein Prozent auf rund 21,6 Milliarden Euro.

Im internationalen Vergleich hohe Arztdichte

Unterm Strich bleiben dem einzelnen Arzt im Durchschnitt netto 3100 Euro pro Monat. Im unteren Drittel haben 30 000 Mediziner aber nur durchschnittlich zwischen 1600 und 2000 Euro zur Verfügung. Im mittleren Drittel sind es zwischen 2100 und 3500, im oberen Drittel 3600 bis 6000 Euro pro Monat.

Ein Ziel der aktuell geplanten Gesundheitsreform ist eine grundlegend andere Ärztevergütung. Derzeit werden Praxisärzte nach einem komplizierten System bezahlt, bei dem für die Leistungen Punkte vergeben werden. Der Geld-Wert dieser Punkte sinkt jedoch, wenn durch eine Zunahme von Behandlungen die Zahl der gesammelten Punkte steigt. Insgesamt ist das Budget gedeckelt. Künftig sollen feste Preise gezahlt werden, die Behandlungs- und Diagnosemengen aber begrenzt bleiben.

Von durchschnittlich 56 Arbeitsstunden pro Woche inklusive Bereitschafts- und Notdiensten entfallen 32 Stunden auf Sprechzeiten und 8 auf Verwaltung. Auf Einladung des Gesundheitsministeriums durchforstet eine Expertengruppe derzeit die Bürokratie im Gesundheitswesens mit dem Ziel eines drastischen Abbaus von Formularen und Archivierungen.

Mit 269 Einwohnern pro Arzt hatte Deutschland 2004 eine im internationalen Vergleich hohe Arztdichte. Die Zahl der niedergelassenen Ärzte ist von 1993 bis 2004 von 105 000 auf 118 000 gestiegen, die der Hausärzte ohne Zusatzqualifikation dabei aber leicht auf 59 000 gesunken. Insgesamt gibt es in Deutschland 96 000 Praxen. Von 1000 unbesetzten Praxen sind 750 in Ostdeutschland, meist auf dem Land, und 250 auf dem Land in Westdeutschland. Wegen unattraktiver Arbeitsbedingungen werden die Lücken in der Versorgung in ländlichen Gebieten nach Befürchtungen der KBV größer, während in Ballungsräumen kaum Probleme drohen.

(c) HANDELSBLATT, Freitag, 19. Mai 2006, 11:49 Uhr

Ärzte protestieren gegen
Gesundheitsreform

“Wir erpressen niemanden”

"Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden": Die Ärzte an kommunalen Kliniken streiken (Foto: dpa)Großansicht des Bildes[Bildunterschrift: Ich bin mit der
Gesamtsituation unzufrieden": Die Ärzte streiken.
]
Einen Tag vor dem geplanten Kabinettsbeschluss protestieren die Ärzte gegen die
Gesundheitsreform. Die Bundesärztekammer lud zu einem außerordentlichen
Ärztetag nach Berlin. Auch Gesundheitsexperten aller Parteien sollen dort zu
Wort kommen. Zudem sind Vertreter von Kassen und Patientenverbänden geladen.
Anders als auf regulären Ärztetagen nimmt Gesundheitsministerin Ulla Schmidt
nicht an der Veranstaltung teil.

Die Ärztekammer kritisiert, dass für die Bezahlung von Medizinern auch
künftig Obergrenzen gelten sollen und das Gesundheitswesen unterfinanziert sei.
Verbandspräsident Jörg-Dietrich Hoppe sagte im gemeinsamen Morgenmagzin von ARD
und ZDF, die Reform werde “ein echtes Versorgungsproblem” zur Folge
haben. Es werde immer weniger Krankenhäuser und Fachärzte geben.

Jörg-Dietrich Hoppe (Archivbild) (Foto: dpa)Großansicht des Bildes[Bildunterschrift: Ärztekammer-Präsident
Jörg-Dietrich Hoppe
]
Den Vorwurf, die Ärzte würden mit ihren angekündigten Streiks versuchen, die
Politik zu erpressen, wies Hoppe zurück: “Wir erpressen niemanden. Wir
weisen lediglich darauf hin, was im Argen liegt.” Er warne davor, dass
ähnlich wie in Großbritannien in Deutschland eine Art
“Wartelisten-Medizin” Einzug halte, “wo Patienten so lange
warten müssen, dass sie schließlich entmutigt werden, die Dienste überhaupt in
Anspruch zu nehmen”.

Dossier: internGesundheitsreform Was bedeutet der
Kompromiss der Kompromisse? [mehr]

“Wir werden in die Auseinandersetzung gehen”

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte die Ärzteschaft zuvor
aufgefordert, “von Erpressungsversuchen Abstand zu nehmen “. Gerade
die Ärzte müssten durch die Reform “keinerlei Nachteile hinnehmen”,
sagte er der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Die Gesundheitsministerin
erwartet von der Ärzteschaft mehr Entgegenkommen. Wenn wie von den Ärzten
gefordert sieben Milliarden Euro mehr für Honorare ausgegeben würde, müssten
die Versicherten 15 oder 20 Euro im Monat mehr bezahlen, sagte Schmidt im
Morgenmagazin. Und sie fügte hinzu: “Wie werden in die Auseinandersetzung
mit den Ärzten gehen”.

Ärzteproteste geplant

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) spricht gar von einer
Pleitewelle bei den Arztpraxen. Bereits heute sei jede dritte der 30.000 Praxen
in wirtschaftlicher Not, sagte KBV-Chef Andreas Köhler der
“Bild”-Zeitung. Die Ärzteorganisation Hartmannbund will von Dezember
bis Mitte März mit Praxisschließungen im gesamten
Bundesgebiet
auf die ihrer Meinung nach dramatische Situation bei den
niedergelassenen Ärzten aufmerksam machen.

Feilen bis zur letzten Minute

Über den Gesetzestext zur Gesundheitsreform bestand nach Angaben aus
Koalitionskreisen bis zum Vormittag noch immer keine Einigkeit. Von
Montagnachmittag bis vier Uhr früh hätten die Experten an dem Text gearbeitet,
seien aber nicht fertig geworden. Die Zeit drängt: Bereits am Nachmittag soll
das Gesetz den Fraktionen vorgelegt werden. Es gebe zwar keine Knackpunkte
mehr, wohl aber noch viele Einzelfragen, hieß es.

 

Rodyk draugams

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