BLOGas.lt
Sukurk savo BLOGą Kitas atsitiktinis BLOGas

Hiutenfeldas: Landsbergis grojo fortepijonu

Regionalnachrichten

Ex-Staatsoberhaupt spielt in Hüttenfeld Klavierkonzert mit Vytautas Landsbergis

Vom 27.09.2006

red. HÜTTENFELD Auf Einladung
des Litauischen Kulturinstituts und in Zusammenarbeit mit “cultur
communal” der Stadt Lampertheim gastiert am Samstag, 7. Oktober, der
bekannte litauische Politiker, Musikwissenschaftler und Pianist
Professor Vytautas Landsbergis im Schloss Rennhof in Hüttenfeld. Auf
dem Programm stehen Werke des litauischen Malers und Komponisten
Mikalojus Konstantinas Ciurlionis, darunter verschiedene Präludien,
Mazurken und von Ciurlionis bearbeitete litauische Volkslieder.


Der 1932 in Kaunas geborene Landsbergis studierte von 1950 bis 1955 am
Staatlichen Konservatorium in Vilnius (Wilna). Er lehrte Klavier an der
Ciurlionis-Musikschule in der litauischen Hauptstadt, am Pädagogischen
Institut Vilnius und am Staatlichen Konservatorium. 1968 legte er seine
Dissertation zum Thema “Die Kompositionen von M. K. Ciurlionis” vor,
1978 wurde er Professor an der Litauischen Musikakademie (Habilitation
1994), 1975 erhielt er für seine Monografie “Werke von Ciurlionis” den
Nationalpreis seines Landes.


Vytautas Landsbergis ist einer der Begründer und Motor der litauischen
Unabhängigkeitsbewegung Sajudis. Auf dem Gründungskongress 1988 wurde
er zu ihrem Vorsitzenden gewählt. 1990 wurde Landsbergis zum
Vorsitzenden des Obersten Rates (Parlament) der Republik Litauen
gewählt und übte damit auch die Funktion des Staatsoberhauptes aus.
Nach den Parlamentswahlen von 1992 wurde Landsbergis Oppositionsführer.
1993 wählte ihn die neu gegründete Konservative Partei Litauens, die
Vaterlandsunion, zum Vorsitzenden, 1996 wurde er wiederum
Parlamentspräsident. Seit 2004 ist Landsbergis Mitglied des
Europäischen Parlaments.


Der litauische Maler und Komponist Mikalojus Konstantinas Ciurlionis
(1875-1911) studierte Komposition am Warschauer Musikinstitut (1894-99)
bei Zygmunt Noskowski und am Leipziger Konservatorium bei Carl Reinecke
und Salomon Jadassohn (1901-1902). Von 1902 an begann er sich für die
Malerei zu interessieren und nahm in Warschau ersten Malunterricht.
Zusätzlich beschäftigte er sich mit philosophischen Fragen. Von 1904
bis 1906 war er Schüler der Warschauer Schule der Schönen Künste.
Danach wurde Ciurlionis sowohl kompositorisch als auch künstlerisch
sehr aktiv: Er gab Konzerte und wirkte an zahlreichen
Kunstausstellungen mit. 1907/08 lebte er in Vilnius und übersiedelte
dann nach St. Petersburg. Er starb bereits im Alter von nur 35 Jahren
an einer Lungenentzündung.


Als Maler bevorzugte Ciurlionis Landschaften, stand aber auch dem
Symbolismus nahe. Bedeutsam ist der Einfluss der Musik auf die Malerei:
so schuf Ciurlionis mehrere als “Sonaten” bezeichnete Zyklen von
Gemälden, deren einzelne Bilder er mit “Allegro”, “Andante” und ähnlich
überschrieb. Dabei orientieren sich die einzelnen Bilder am Charakter
der jeweiligen musikalischen Vortragsanweisung: ein Andante zum
Beispiel vermittelt also eine eher ruhige Atmosphäre. Diese Synthese
von Musik und Malerei ist kunsthistorisch einmalig. Ciurlionis schuf
etwa 280 Bilder, darunter 200 Gemälde und 80 Grafiken.

Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2540339

Rodyk draugams

Rašyti komentarą